Überstundenpauschale

Bei der Überstundenpauschale ist die Anzahl der abgedeckten Überstunden vertraglich fixiert und diese finanzielle Pauschal-Abgeltung muss einer durchschnittlichen Überstundenleistung gegenüberstehen. Das hat für den Dienstnehmer den Vorteil, dass diese Ihr Grundgehalt und Ihre Verpflichtung zur Leistung von Überstunden genau kennen.

Die Überstundenpauschale wird zwölfmal im Jahr ausbezahlt. Am Ende des vereinbarten Durchrechnungszeitraumes (Kalenderjahr oder Arbeitsjahr) muss der Arbeitgeber eine so genannte Deckungsprüfung durchführen, um festzustellen, ob die geleisteten Überstunden in dem vereinbarten Überzahlungsbetrag gedeckt sind.

Überstundenpauschale bei Lohnbot

Bei Lohnbot gibt es zwei Möglichkeiten eine Überstundenpauschale zu hinterlegen.

Überstundenpauschale Betrag ist ein fixer Betrag, dieser sollte eine bestimmte Anzahl an Überstunden inkl. Überstundenzuschläge abdecken.

Überstundenpauschale Stunden ist die Anzahl an Stunden, welche mit der Überstundenpauschale abgedeckt werden sollen.

Vor- bzw Nachteile einer Überstundenpauschale gegenüber einer All-In Vereinbarung

  • Im Fall einer Schwangerschaft bzw. Elternteilzeit darf nach aktuell herrschender Rechtsprechung das Gesamtentgelt mit All-in Vertrag nicht gekürzt werden. Anders bei der Überstundenpauschale, die in diesen Fällen vom Arbeitgeber widerrufen werden kann.
  • Überstunden-Pauschalien sind oftmals mit einer Widerrufsklausel bzw. einem Freiwilligkeitsvorbehalt versehen. Als schwangere Arbeitnehmerin würde die pauschale Abgeltung von Überstunden jedenfalls wegfallen, da Sie aufgrund der Schwangerschaft einem strengen Überstundenverbot unterliegen.
  • Bei einer All-in Vereinbarung haben MitarbeiterInnen außerdem den Vorteil, dass auch Sonderzahlungen in deren Bezug miteingerechnet werden, während die Überstunden-Pauschalen laut den meisten Kollektivverträgen kein Bestandteil von Sonderzahlungen sind.
  • Wenn eine bestimmte Anzahl von monatlichen Überstunden von Ihrem Ver­dienst abgedeckt sein soll, dann haben ArbeitnehmerInnen damit auch die grundsätzliche Ver­pflicht­ung zur Leistung von Mehr- und Überstunden übernommen, aber nicht in unbeschränktem Ausmaß. Eine Überstundenpauschale soll die durch­schnitt­lich anfallenden Überstunden abdecken.
  • Ein einseitiger Widerruf ist unzulässig, wenn die Pauschale bzw das Pauschalentgelt ohne Widerrufsvorbehalt vereinbart worden ist. Es spielt dabei keine Rolle, ob die geleisteten Überstunden weniger werden oder die Erforderlichkeit von Überstundenleistungen gänzlich wegfällt. Liegt die Menge der geleisteten Überstunden unter dem Wert der Pauschale, ändert das nichts an dem zugesagten Entgeltanspruch.

Überstunden-Pauschale im Überblick

  • Pauschale Abgeltung einer vertraglich fixierten Anzahl von Überstunden
  • Das Überstunden-Pauschale ist ein gesonderter Gehaltsbestandteil (z.B. 20 Stunden / Monat)
  • MitarbeiterInnen wissen genau, wie viele Überstunden wöchentlich/monatlich zu leisten sind
  • Ausbezahlung zwölfmal jährlich
  • Sonderzahlungen meist nicht miteingerechnet
  • Widerrufs- bzw. Freiwilligkeitsvorbehalt bei Schwangerschaft bzw. Elternteilzeit
  • Durchrechnungszeitraum meist für ein Kalenderjahr vereinbart
  • Jährliche Deckungsprüfung durch Arbeitgeber, bei der festgestellt werden muss, ob die geleisteten Mehr- und Überstunden durch die Überzahlung gedeckt sind
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