All-In Vereinbarung

Die unechte Überstundenpauschale oder auch All-In Vereinbarung ist eine Vereinbarung, mit der durch die Überzahlung auf den kollektivvertraglichen Mindestbezug die tatsächlich geleitsteten Überstunden abgegolten werden. Es scheint im Rahmen der Lohnverrechnung nicht als eigener Entgeltbestandteil auf und muss bei Berechnung der Sonderzahlungen als unselbständiger Bestandteil von Lohn oder Gehalt berücksichtigt werden.

Eine Pauschalierung ergibt sich nicht automatisch aus der Bezahlung eines überkollektivvertraglichen Entgelts, sondern bedarf einer Vereinbarung. Dem Arbeitnehmer muss erkennbar sein, dass mit dem gewährten Entgelt auch die Überstunden abgegolten sein sollen

Für ab dem 1.1.2016 neu abgeschlossene Pau­schal­lohn­ver­ein­bar­ung­en gilt: Wird der Grundlohn bzw. das Grundgehalt nicht be­trags­mäßig im Dienstzettel/Arbeitsvertrag angegeben, sondern ledig­lich ein Gesamtentgelt, das auch andere Entgeltbestandteile wie etwa Mehr- oder Überstundenstunden-Entgelt umfasst, dann hat der Ar­beit­nehm­er bzw. die Arbeitnehmerin Anspruch auf den Grundlohn oder das Grundgehalt einschließlich der branchen- und ortsüblichen Über­zahl­ung­en wie ihn vergleichbare ArbeitnehmerInnen erhalten ("Ist-Grundgehalt"/"Ist-Grundlohn"). 
In der Regel wird in der All-in Vereinbarung das kollektivvertragliche Mindestgehalt als Grundlohn vereinbart.

Jährliche Deckungsprüfung der geleisteten Überstunden auf Basis der Normalarbeitszeit ist vom Arbeitgeber durchzuführen

Hinzuweisen ist auch noch darauf, dass trotz der Ausdehnung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden und der wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 50 Stunden mit 1.9.2019 die Leistung von Überstunden ab der 11. Stunde täglich und ab der 51. Stunde wöchentlich und völlig freiwillig ist. Daher sind diese Überstunden nicht Teil einer All-in-Vereinbarung. Diese Freiwilligkeit ist im Arbeitszeitgesetz nicht nur klar geregelt, sondern auch mit einem Benachteiligungsverbot und einem Kündigungsschutz abgesichert. Arbeitnehmer haben für Überstunden ab der 11. Stunde täglich und ab der 51. Stunde wöchentlich ein Wahlrecht auf Zeitausgleich. Auf dieses Wahlrecht kann der Arbeitnehmer auch nicht wirksam verzichten. Daher haben in diesem Falle auch Arbeitnehmer mit einem All-in-Entgelt Anspruch auf Zeitausgleich für diese extremen Arbeitszeiten.

All-In Vereinbarung bei Lohnbot

Hier gibt es zwei Felder die ausgefüllt werden müssen.

Grundgehalt ist in der Regel das kollektivvertragliche Mindestgehalt.

Tatsächliches Gehalt ist das Grundgehalt zuzüglich aller Überstunden.

All-in Vertrag im Überblick

  • Mit der Überzahlung sind sämtliche Mehr- und Überstunden abgegolten
  • Verpflichtende Ausweisung des Grundgehalts inkl. Angabe der wöchentlichen Normalarbeitszeit
  • Attraktive Bezahlung steht im Vordergrund
  • Ausbezahlung vierzehn mal jährlich
  • Sonderzahlungen in Bezug miteingerechnet
  • Keine Widerruf bei Schwangerschaft bzw. Elternteilzeit für Arbeitgeber möglich
  • Durchrechnungszeitraum meist für ein Kalenderjahr vereinbart
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