Deckungsprüfung

Deckungsprüfung 

Die Überstundenpauschale muss die Grundstundenlöhne sowie die Zuschläge abgelten. Sein Umfang darf nicht geringer sein als das der tatsächlichen Überstundenleistung entsprechende Entgelt. Sind die geleisteten Überstunden nicht durch die Pauschale abgedeckt, so hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Vergütung der Mehrleistung, sofern der Arbeitgeber von den überschießenden Überstunden wusste oder diese zumindest duldete.

Vorsicht!
Auf die Bezahlung der über die Pauschale hinausgehenden Überstunden kann der Arbeitnehmer nicht rechtswirksam verzichten!
Es ist Aufgabe des Arbeitgebers zu überprüfen, ob die erbrachten Überstunden durch die Überstundenpauschale tatsächlich abgedeckt sind. Maßgeblich ist dabei die Anzahl der Überstunden im Kalenderjahresschnitt. 

Beispiel:
Mit einer Überstundenpauschale sind 10 Überstunden im Monat - somit 120 Überstunden im Jahr - abgegolten. Der Arbeitnehmer leistet in den Monaten März, April und Juni jeweils 20, im  Oktober und November jeweils 15, im Dezember 5 Überstunden. Insgesamt  leistet er im Kalenderjahr 95 Überstunden. Diese sind durch die Überstundenpauschale gedeckt. 
Bei einer unechten Überstundenpauschale ist die Anzahl der durch die Überstundenpauschale abgegoltenen Überstunden nicht gesondert ausgewiesen. Vor der Deckungsprüfung ist daher zu ermitteln, wie viele Überstunden durch die Überzahlung auf den kollektivvertraglichen Mindestbezug überhaupt abgedeckt sind. 

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