Sachbezug KFZ

Sachbezüge sind…

Vorteile aus einem Dienstverhältnis, die nicht in Geld bestehen. Als Teil des Arbeitslohnes sind diese allerdings steuerpflichtig und über das Lohnkonto abzurechnen.

Besteht für den Dienstnehmer die Möglichkeit, ein arbeitgebereigenes KFZ auch für private Zwecke zu nutzen liegt ein Vorteil aus dem Dienstverhältnis vor, der die Bemessungsgrundlage nicht nur für Lohnsteuer und SV-Beiträge, sondern auch für die Lohnnebenkosten (DB, DZ und KommSt) erhöht. Als Privatfahrt gilt bei einem Dienstnehmer auch die Fahrt Wohnung – Arbeitsstätte.

Privatnutzung des firmeneigenen Kraftfahrzeuges

Ab 1.1.2016 ist für arbeitgebereigene Kraftfahrzeuge, die der Arbeitnehmer auch für nicht beruflich veranlasste Fahrten - einschließlich Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte - benützen kann, ein Sachbezug von 2 % der tatsächlichen Anschaffungskosten des Kraftfahrzeuges (inklusive Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe), maximal jedoch € 960 monatlich, anzusetzen. 

Der Sachbezugswert beträgt weiterhin 1,5 %, maximal € 720,- pro Monat für besonders schadstoffarme KFZ. Dafür wurden Grenzwerte der maximalen CO2-Emission festgesetzt. (ersichtlich aus dem Zulassungsschein oder Typenschein), die vom Jahr 2016 bis 2020 jährlich um 3 g abgesenkt werden.

Grenzwerte für „schadstoffarme Fahrzeuge“ – Sachbezug 1,5 %
Jahr der Anschaffung Maximaler Co2-Emissionswert
2016 oder früher 130 g / km
2017 127 g / km
2018 124 g / km
2019 121 g / km
2020 und später 118 g / km 

Wenn der CO2-Wert im Jahr der Anschaffung nicht höher ist, als der Wert lt. obiger Tabelle, bleibt es auch in den späteren Jahren bei 1,5 % Sachbezug.

Wird der firmeneigene PKW nachweislich (Fahrtenbuch nötig!) im Jahresdurchschnitt für Privatfahrten nicht mehr als 500 km monatlich benützt, so ist der Sachbezugswert in Höhe des halben Betrages anzusetzen.

Tipp - Elektofahrzeug!

Für Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von 0 g/km - für sogenannte Elektroautos - ist in den Kalenderjahren 2016 bis 2020 ein Sachbezugswert von Null anzusetzen (sogenannte „Hybrid-Autos“ sind hiervon jedoch nicht erfasst). Die Befreiung ist auf fünf Jahre befristet. Zusätzlich besteht seit 1.1.2016 die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges nach den allgemeinen Regelungen für Personenkraftwagen und Kombinationskraftwagen mit einem CO2-Emissionswert von Null. Dies allerdings gedeckelt mit der ertragssteuerlichen Höchstgrenze für die Anschaffungskosten in Höhe von € 40.000,-. Der maximal abzugsfähige Betrag ist somit € 6.667. Bei Anschaffungskosten von über € 80.000,- steht kein Vorsteuerabzug mehr zu, da die Anschaffungskosten ertragsteuerlich überwiegend nicht abzugsfähig sind. Für Kfz mit einem CO2-Emissionswert von Null besteht zudem eine Befreiung von der Normverbrauchsabgabe.

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